Der heutige Tag begann dort, wo gestern einige Klassen ihren Abend beendet hatten: am Strand. Gemeinsam mit unserem Schulseelsorger Herrn Orth feierte die gesamte Jahrgangsstufe einen Gottesdienst.
Und für einen Gottesdienst braucht es bekanntlich nicht unbedingt Kirchenbänke, Orgel und Kirchturm. Der Blick auf die Nordsee, der Sand unter den Füßen und der Himmel über uns sorgten für einen besonderen Rahmen. Nach inzwischen mehr als einer Woche auf Ameland bot der gemeinsame Gottesdienst außerdem Gelegenheit, einmal innezuhalten und den Blick auf das zu richten, was unsere gemeinsame Zeit auf der Insel ausmacht.
Am Nachmittag wurde es dann deutlich sportlicher. Ein Programmpunkt stand an, der seit vielen Jahren fest zum Ameländer Inventar gehört und dessen Ruhm vermutlich nur noch vom Fußballturnier übertroffen wird: die große Strandolympiade!
Gemeinsam machte sich die gesamte Stufe auf den Weg zum Strand. Dort warteten verschiedene Stationen, an denen weniger olympische Höchstleistungen als vielmehr Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Teamgeist und gelegentlich eine gewisse Bereitschaft gefragt waren, sich zum Wohle der eigenen Mannschaft ein wenig lächerlich zu machen.
In immer neuen Disziplinen wurde gelaufen, geworfen, transportiert, gebaut und um Punkte gekämpft. Dabei zeigte sich einmal mehr: Wer bei einer Strandolympiade gewinnen möchte, kommt mit sportlichem Talent allein nicht unbedingt weit. Mindestens ebenso hilfreich sind Improvisationsvermögen, gute Absprachen und die Fähigkeit, auch bei ungewöhnlichen Aufgaben einfach mitzumachen.
Welche Gruppe sich am Ende mit olympischem Ruhm schmücken darf, wird die Auswertung zeigen. Sicher ist schon jetzt: Sand hatten anschließend alle in den Schuhen.
Für die Klassen 8b und 8d war der Tag damit allerdings noch lange nicht beendet. Nach der Strandolympiade stand für sie ein weiterer Ameland-Klassiker auf dem Programm: die Exkursion ins Naturschutzgebiet „Oerd“ mit dem Traktor.. Auf Anhängern ging es am Strand entlang über die Insel – eine Fortbewegungsart, die im normalen Schulalltag eher selten im Fahrtenbuch auftaucht, auf Ameland aber seit vielen Jahren fest zum Programm gehört.
Nach so viel frischer Luft, Strand, Bewegung und Fahrtwind kehrten schließlich alle wieder in ihre Unterkünfte zurück.
Am Abend wurde das Programm dann wieder klassenweise gestaltet. In den einzelnen Häusern standen unterschiedliche gemeinsame Aktionen auf dem Programm und boten Gelegenheit, den ereignisreichen Tag etwas ruhiger ausklingen zu lassen.
Damit liegt nun auch Tag 8 hinter uns. Gottesdienst am Strand, olympische Höchstleistungen im Sand, Treckerfahrt und ein gemeinsamer Abend – ein ziemlich typischer Amelandtag also.
Und spätestens heute dürfte endgültig klar sein: Sand ist hier weniger ein Untergrund als vielmehr ein dauerhafter Reisebegleiter.



