Nach Robben, Kutterfahrt und Party am Vortag begann der heutige Morgen wieder etwas ruhiger – zumindest für diejenigen, die sich für eines der kreativen Projekte entschieden hatten.
Denn am Vormittag hieß es erneut: Projektzeit!
Und das Angebot war vielfältig. Es wurden Freundschaftsbänder geknüpft, Souvenirs gebastelt und Drachen gebaut. Andere entschieden sich dafür, den Vormittag sportlich zu verbringen. So wurde gewerkelt, geknotet, geklebt und geschwitzt – je nachdem, wonach einem nach inzwischen zehn Tagen Ameland gerade der Sinn stand.
Besonders beim Drachenbau zeigte sich dabei, dass zwischen „zwei Stäbe zusammenbinden“ und „flugfähiges Luftfahrzeug konstruieren“ durchaus ein gewisser Unterschied besteht. Spätestens beim ersten Startversuch am Strand entscheidet schließlich der Ameländer Wind darüber, ob man einen Drachen gebaut hat – oder ein etwas komplizierteres Stück Dekoration.
Am Nachmittag rückte dann wieder das in den Mittelpunkt, worum es auf dieser Fahrt neben all den Ausflügen und Aktionen immer wieder geht: die Klassengemeinschaft.
Bei Kooperationsspielen waren Absprachen, gegenseitige Unterstützung und manchmal auch etwas Geduld gefragt. Anschließend wurde gemeinsam reflektiert: Was funktioniert in unserer Klasse schon gut? Wo hakt es noch? Und was nehmen wir von unserer gemeinsamen Zeit auf Ameland mit zurück in den Schulalltag?
Für zwei weitere Klassen sah das Nachmittagsprogramm allerdings etwas anders aus. Sie durften sich auf den Weg in Richtung Osten machen. Mit dem Trecker ging es hinaus ins Naturschutzgebiet Het Oerd und damit in einen besonders ursprünglichen Teil der Insel.
Dabei zeigte sich Ameland noch einmal von einer seiner besten Seiten: viel Sonne, ordentlich Wind und jede Menge Landschaft. Vom Trecker aus und bei den Stopps unterwegs ließ sich erleben, wie ruhig und weit die Insel abseits der Orte werden kann. Dünen, Salzwiesen, Strand und das Wattenmeer – und dazwischen eine ziemlich große Gruppe von Achtklässlern.
Eine Kombination, die vermutlich nicht jeden Tag im Naturschutzgebiet vorkommt.
Am Abend wurde es schließlich noch einmal ruhiger. Einige ließen den Tag dort ausklingen, wo man auf Ameland besonders gut Abschied von einem langen Inseltag nehmen kann: am Strand.
Bei untergehender Sonne saßen die Gruppen zusammen und blickten hinaus aufs Meer. Nach zehn Tagen voller Fahrräder, Watt, Fußball, Treckerfahrten, Projekten, Spielen und gemeinsamer Erlebnisse sind es vielleicht gerade diese Momente, die am Ende besonders in Erinnerung bleiben.
Der Wind war noch da. Die Sonne auch.
Und für einen Moment musste einfach niemand irgendwohin.



