Nach Watt, Wind und wechselhaftem Inselwetter stand der heutige Tag ganz im Zeichen zweier Dinge, die auf einer Klassenfahrt keinesfalls fehlen dürfen: gemeinsam essen und Fußball spielen.
Doch vor dem Essen kommt bekanntlich die Arbeit. Und so waren am Vormittag zunächst alle Schülerinnen und Schüler gefragt. Es wurde geschnippelt, gerührt, abgeschmeckt und vorbereitet: Salate entstanden, Desserts wurden angerührt und auf dem Gelände von De Kuul Tische und Bänke für das große gemeinsame Grillen aufgestellt.
Auch das Wetter hatte offenbar von unseren Plänen erfahren und zeigte sich passend zum Anlass von seiner freundlichen Seite. Beste Voraussetzungen für das gemeinsame Mittagessen draußen.
Am Grill übernahm Herr Breuer das Kommando und sorgte dafür, dass nach und nach alle satt wurden. An den langen Tischen wurde anschließend gemeinsam gegessen – mit Salaten und Desserts aus eigener Produktion.
Pünktlich zum gemeinsamen Essen bekam unsere Ameland-Gemeinschaft außerdem noch Verstärkung: Herr Orth, unser Schulseelsorger, ist heute zur Gruppe gestoßen und wird uns in den kommenden Tagen auf der Insel begleiten.
Nach dem Essen blieb allerdings nicht allzu viel Zeit für ein ausgedehntes Mittagstief. Schließlich warteten die letzten Gruppenspiele unseres Fußballturniers – und damit die Entscheidung darüber, welche Klassen ins große Finale einziehen würden.
Dabei ging es denkbar knapp zu. Am Ende entschied nicht allein die Zahl der gewonnenen Spiele, sondern die Tordifferenz über die Platzierungen. Mit der besten Bilanz setzte sich die 8d an die Tabellenspitze, dicht gefolgt von der 8c. Damit steht fest: 8d gegen 8c lautet das Finale, das in den kommenden Tagen ausgetragen wird.
Besonders bitter verlief die Entscheidung für die 8b. Auch sie konnte zwei ihrer Spiele gewinnen, musste sich aufgrund der schlechteren Tordifferenz aber dennoch aus dem Turnier verabschieden. So nah können Jubel und Ausscheiden im Fußball eben beieinanderliegen.
Nach so viel sportlichem Einsatz wartete auf die Klassen 8b und 8d noch ein ganz anderes Ameland-Erlebnis. Für sie ging es am Nachmittag hinaus ins Watt. Und nachdem sich das Wattenmeer in den vergangenen Tagen durchaus auch einmal von seiner graueren und feuchteren Seite gezeigt hatte, bot sich heute ein ganz anderes Bild: Unter blauem Himmel und bei strahlendem Sonnenschein zeigte sich das Watt von seiner schönsten Seite. Beste Bedingungen also, um Schlick, Priele und den besonderen Lebensraum zwischen Insel und Festland zu erkunden.
Auch am Abend blieb das Wetter uns wohlgesonnen. Einige Klassen nutzten die Gelegenheit, den Tag am Strand ausklingen zu lassen und gemeinsam den Sonnenuntergang über der Nordsee zu erleben. Andere nutzen die Zeit für Brettspiele oder Karaoke.
Der Strand wird uns schon morgen früh wiedersehen. Dann allerdings nicht mit Fußball oder Wattführer: Gemeinsam mit Herrn Orth feiern wir am Morgen unseren Gottesdienst am Strand.
Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter von heute noch ein wenig länger auf Ameland bleibt – und der Wecker morgen früh nicht allzu erbarmungslos klingelt.



