Sorgen am Morgen: Der Wetterbericht verhieß wenig Gutes und bereits beim Frühstück prasselten heftige Regenschauer auf unsere schallempfindlichen Dachfenster – keine guten Vorgaben für einen Ausflug mit dem Fahrrad. Dennoch gingen alle Klassen mit einer Mischung aus Mut und Trotz zur Ausgabe der Fahrräder und besorgten sich einen fahrbaren Untersatz für die beiden eingeplanten Fahrradtage. Der Mut wurde belohnt, denn der Regen ließ nach und hörte schließlich ganz auf. Einzig der stramme Südwestwind blies unvermindert über die Insel, was natürlich zunächst ein Vorteil war. Einmal aufsteigen, mit dem rechten Fuß vorsichtig kurz das Pedal bewegen – schon flogen alle in Richtung Nes und mussten sich nur noch darauf konzentrieren rechtzeitig zu bremsen. Das war einfach!

Am Abenteuerspielplatz in Nes war eine reichhaltig bestückte Verpflegungsstation eingerichtet, die den Hunger und Durst der einzelnen Gruppen schnell und gründlich zu stillen vermochte. Auch für einen ausführlichen Bummel in der Touristenmetropole Nes blieb jede Menge Zeit.

Um 16.00 Uhr traf sich dann die komplette Jahrgangsstufe am Fähranleger in Nes. Dort startete dann die zweistündige Robbenfahrt mit dem Ausflugsschiff “Zeehond”. Die “Waddenzee”, die normalerweise ruhig ist wie ein Brett, präsentierte sich heute bei Windstärke 6 eher etwas aufbrausend, und das Schiff schaukelte erstaunlich stark. Fälle von spontaner Übelkeit traten jedoch nicht auf. Im Gegenteil: Die Schüler genossen das lebhafte Hin und Her und es entwickelte sich eine gute Stimmung an Bord. Der Aufenthalt an den Robbenbänken bot einen großartigen Blick auf die zum Greifen nahe liegenden Tiere, die nach unbestätigten Berichten mit 87 Exemplaren dort ihren touristischen Dienst taten. Leider hatte ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt ein ordentlicher Regenguss das Gebiet erfasst, der allen Fotografen entgegen schlug und innerhalb von Sekunden die Linsen mit Wasser bedeckte. Daher gibt es nur wenige brauchbare Aufnahmen von den Tieren – schauen Sie notfalls in unsere Bildarchive aus den vergangenen Jahren.

Der Rückweg nach Hollum verlangte den Schülerinnen und Schülern noch einmal einigen Kraftaufwand ab, denn die Fahrt gegen den Wind war trotz inzwischen nachlassender Windstärken ein Auftrag, der doch einige Achtklässler an die Grenzen ihrer Kondition führte. Aber mit ein paar kleinen Pausen kamen dann doch alle wohlbehalten durch den inzwischen auch nachlassenden Regen zu den Quartieren zurück, wo eine kräftige Mahlzeit die Anstrengungen schnell vergessen ließ.

 

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