Dienstag, 12. September 2017



Erleichterung machte sich morgens breit, nachdem klar wurde, dass das Wetter uns heute keinen Streich spielen würde. Schon zeitig kam morgens die Sonne durch, und auch der Wind hatte gegenüber dem Montag etwas nachgelassen. Auf dem Weg nach Nes ist das ohnehin kein Problem. Im Gegenteil: Mit reichlich Rückenwind segelten die KvG-Schüler in vier Gruppen zu der Inselmetropole und wurden dort aus dem Verpflegungs-Bulli mit Kuchen, Obst, Schokoriegeln und Getränken begrüßt. Anschließend war noch genügend Zeit für eine ausgedehnte Shopping-Tour auf der mondänen Freß- und Einkaufsmeile der "City of Ameland". Also wurde reichlich Taschengeld für Pommes, Soft-Eis oder auch für Souvenirs verprasst.

(Bild links: Das Wetter in Nes lud zum Eis essen ein.)
Um 13.15 legte dann die "MS Zeehond" ab und wir bekamen eine exklusive Robbenfahrt geboten. Das sehr lebhafte Wolkenbild und die etwas unruhige Waddenzee bescherten uns eine besonders erlebnisreiche Tour. Auch das übliche Bild an der Robbenbank, auf der sich für gewöhnlich etwa 150 freiwillige Mitarbeiter des Amelander Verkehrsvereins in Samtkostümen gemütlich hin und her wälzen, war heute nicht zu sehen. Wegen des außergewöhnlich hohen Standes der Flut lag die Robbenbank nämlich nicht trocken, sondern war von der Nordsee überspült. Die Ameländer Robbenstatisten hatten deswegen frei, wohl mit Rücksicht auf die ziemlich teuren Kostüme, die nur einmal jährlich durch die Burener Robbennäherei ausgetauscht werden.
Somit bekamen wir nicht wie üblich 150 Exemplare, sondern nur etwa zwei Dutzend Robben zu sehen, die dafür aber echt waren und neugierig das Robbenboot umschwammen - ein Erlebnis der Extraklasse. Es wurden zahlreiche Fotos geschossen und zufrieden machte man sich auf die Rückfahrt zum Fährhafen Nes.

(Foto rechts: Echte Robben statt der sonst üblichen täuschend ähnlichen Kostüm-Statisten - welch eine Show!)
Ausgerechnet beim Ausstieg aus dem Robbenboot setzte Petrus noch einmal einen kräftigen Regenschauer auf der Insel ab. Doch nach 5 Minuten war alles wieder trocken und die Klassen machten sich auf den Rückweg in die Quartiere. Gegen den Westwind mit Stärke 5 war die Rückfahrt ganz schön anstrengend, aber alle erreichten wohlbehalten das Ziel.
Eine schmackhafte Mahlzeit verschaffte uns wieder neue Kräfte und zum Abend besuchten fast alle noch einmal den Weststrand, der im wechselnden Abendlicht spektakuläre Landschafts-Imressionen bot. Eine Gruppe der 8c geisterte dann noch im Dunkeln durch den finsteren Hollumer Wald, was als spannender Tagesausklang für gute Stimmung sorgte.
(Bild links: Nach einem Regenguss spiegelten sich die Radfahrer der 8c auf dem nassen Asphalt.)




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